


„fairtogether: You(th) for Peace“ – Austauschprogramm fördert Gewaltfreiheit und Demokratie
Unser Projekt „fairtogether: You(th) for Peace“ von act for transformation, gem. eG aus Aalen, gehört zu den Preistragenden 2024 im Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)! Das internationale Austauschprogramm brachte junge Erwachsene aus Georgien, Polen, Armenien und Deutschland zusammen und motivierte sie, sich vor Ort für Gewaltfreiheit, Verständigung und Demokratie zu engagieren.
In zwei interkulturellen Multiplikator*innenschulungen in Bakuriani in Georgien und in Schwäbisch Gmünd / Aalen beschäftigten sich 25 junge Teilnehmende mit Friedensthemen wie gewaltfreier Kommunikation, Konfliktlösung, transkulturelles Zusammenleben und zivilgesellschaftlichem Engagement. Mit interaktiven Methoden wie Rollenspielen und Diskussionen wurden praktische Ansätze vermittelt.
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In ihren Gemeinden organisierten die Teilnehmenden Jugendinitiativprojekte für rund 220 Jugendliche mit und ohne Fluchtgeschichte. Die kreativen Formate umfassten unter anderem Stadtrallyes, Quizabende und Jonglage-Workshops. In Online-Treffen diskutierten die jungen Multiplikator*innen mit Vertreter*innen der lokalen Politik über Inklusion und Demokratie. Monika, eine Teilnehmerin aus Armenien, betont wie wichtig derartige Projekte gerade in der aktuellen Zeit sind: „Das Training in Georgien war das Beste, was ich je erlebt habe! Das Projekt ist ein großartiges Beispiel dafür, wie junge Menschen das Wissen und die Erfahrungen, die sie im Rahmen internationaler Austauschprogramme sammeln, nutzen können, um in ihren lokalen Gemeinschaften etwas zu bewirken.“
Ein Jahr nach dem Austauschprogramm 2022 trafen sich die Teilnehmenden 2023 in Schwäbisch Gmünd und Aalen erneut, um Erfahrungen auszutauschen und diskutierten mit dem Jugendgemeinderat in Aalen über Möglichkeiten politischen Engagements für Jugendliche. Es waren auch Vertreter*innen des Jugendgemeinderats aus Zugdidi in Georgien dabei und der Austausch war für alle sehr interessant.
Das Projekt wurde mit Unterstützung von den jungen Erwachsenen, Mentor:innen, Ehrenamtlichen und einer hauptamtlichen Person erfolgreich umgesetzt und von der Europäischen Union durch Jugend für Europa (Erasmus Programm) finanziert. Beteiligte Organisationen waren act for transformation, gem. eG, das Institute of Innovation Foundation in Polen, die Association Atinati und das Center for Peace and Civic Development in Georgien sowie von der Armenian Progressive Youth in Armenien.
Projekte wie „fairtogether: You(th) for Peace“ zeigen, wie wichtig internationale Zusammenarbeit, Gewaltfreiheit und Demokratiebildung für unsere Gesellschaft sind. Damit solche wertvollen Austauschprogramme auch in Zukunft stattfinden können, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Mehr Informationen zu unserer Arbeit und Möglichkeiten, uns zu unterstützen, finden Sie auf unserer Website: https://act4transformation.net/
Unsere aktuellen Friedensprojekte können Sie nun über: https://www.betterplace.org/en/organisations/15393-act-for-transformation-gem-eg unterstützen. Jede Spende hilft uns, unsere Arbeit für Frieden und gesellschaftlichen Wandel fortzuführen.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!


Demokratie- und Friedensbildung für junge Engagierte aus Rumänien, Deutschland und der Ukraine in den rumänischen Karpaten
Vom 29.07. - 2.08. fand im Rahmen des Projektes Go4Democracy eine Schulung für 15 junge Multiplikator*innen aus den 3 Ländern des Donauraumes im Jugendzentrum Seligstadt in Barcut / Rumänien statt.
Die Teilnehmenden wurden zur Erfahrung von Selbstwirksamkeit bei der Mitgestaltung ihres Lebensumfeldes ermutigt. Einerseits fanden Module zur Wissensvermittlung des komplexen Themas statt und andererseits wurden anhand von spielerischen Übungen Teamgeist und der Austausch von eigenen, auch kontroversen Meinungen befördert. Darüber hinaus wurde Zeit zur selbständigen Gestaltung durch kleine Interessen-Teams für die restliche Gruppe bereit gestellt. So wurden eigene Fähigkeiten und aktive Beteiligung gleichermaßen gefördert.
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Für die meisten Teilnehmenden war dies eine neue Erfahrung, da sie es gewohnt waren, die Programmpunkte einer solchen Veranstaltung vorgesetzt zu bekommen. Nach anfänglicher Verunsicherung nutzten alle die Chance und probierten auch Neues aus. Der Ort des Jugendzentrums bot dafür mit seiner großräumigen Anlage und den vielfältigen Möglichkeiten die ideale Basis. Der Tagesausflug in die atemberaubende Bergwelt der Karpaten war für die meisten ein Highlight.
Die Multiplikator*innen wurden durch die Schulung befähigt, sowohl selbst entwickelte Einheiten zu Demokratiebildung weiterzugeben als auch Gruppen mit Teilnehmenden zu begleiten, die sich in Ausnahmesituationen bzw. Krisen befinden, und können dieses Know-How in ihrem Tätigkeitsfeld einbringen. Sechs der Teilnehmenden begleiteten das anschließende Camp für Jugendliche.
Als dritte Projekt-Phase trafen sich die Multiplikator*innen länder-intern im Herbst, um selbst entwickelte Workshops mit eigenen Peergroups zu veranstalten. So organisierten die ukrainischen Jugendlichen zwischen Internet-Ausfall und Kriegsberichterstattung 2 Einheiten mit Diskussionen und bunt gestalteten Wandbildern für Schüler*innen von 2 Schulklassen in Odessa zum Thema Werte der Demokratie. Das rumänische Team lud Kinder gemischt aus Roma- und anderen sozial benachteiligten Familien aus den umliegenden Dörfern zu Treffen zum Thema Diversität und Einzigartigkeit ein, die Stoffbilder von sich selbst erstellten und über Selbstwert und gemeinsame Werte diskutierten. Diese werden in eine Ausstellung münden. Die deutschen Multiplikator*innen organisierten einen Spray-Workshop zur Gestaltung für eine Wand des Rathauses Aalen zum Thema Demokratie und einen Karaoke-Workshop mit selbst gedichteten „Freedom-Songs“. Viele der Aktivitäten haben im neuen Jahr noch eine Fortsetzung.
Die Baden-Württemberg Stiftung, ifa und Spender*innen ermöglichten dieses Projekt, wofür wir sehr danken.



Vom 5.-15.08.2025 fand im Rahmen des Projektes Go4Democracy im Jugendzentrum Seligstadt in Barcut/Bekokten in Rumänien ein Sommercamp für 24 Teilnehmende von 14 – 18 Jahren statt.
Mit Hilfe des Konzepts „Fairtogether“, entwickelt aus dem „Alternatives to Violence Project“ (AVP) für Jugendliche in Krisensituationen, sammelten die Teilnehmenden Erfahrung von Selbstwirksamkeit und Partizipation, erprobten Wege zu gewaltfreier Kommunikation, konstruktiver Konfliktlösung und Inklusion aller und fanden ihre Rolle in der mehrsprachigen Gemeinschaft. In Modulen zu Diversität und zur Mitgestaltung ihres Lebensumfeldes wurde spielerisch eine Basis für die spätere künstlerische Annäherung an das komplexe Thema Demokratie gelegt. In Workshops wie Zirkus, Theater und (Bildende) Kunst wurden die Eindrücke einfallsreich verarbeitet und innerhalb von 10 Tagen für eine abschließende Präsentation aufbereitet.
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Da der Kreis der Anwesenden beim Jugendcamp aus 9 Team-Mitgliedern, 6 Multiplikator*innen und 18 Jugendlichen aus Deutschland, Rumänien und der Ukraine bestand, waren zwei Übersetzer*innen gut beschäftigt. In der Freizeit fanden sich aber auch kreative Wege über verschiedene Aktivitäten oder einfach mit Gesten, die die Gruppe näher zusammenbrachten. Für viele Teilnehmenden bedeutete die Ruhe in dem beschaulichen Dorf mit dem weitläufigen und anregenden Gelände des Jugendzentrums eine Pause vom Kriegsalltag in der Ukraine oder von der prekären häuslichen Situation daheim. Bei den pädagogischen Begleiter*innen der 3 Partnerländer war immer wieder Fingerspitzengefühl gefragt, um diesen Ort als Schutz- und Wohlfühl- Raum zu gestalten. Zudem schweißten die Gruppe auch Programmpunkte wie ein Folkmusik-Konzert, der Besuch eines Freibads oder der Aufstieg im Karpaten-Gebirge zusammen.
So gelang es, die Ergebnisse der Workshops in einer abschließenden Aufführung zum Thema Go4Democracy der gespannten Öffentlichkeit aus Seligstadt, Barcut und Fagaras zu präsentieren. Artist*innen der Gruppe zeigten individuell ihr Können am Trapez, beim Jonglieren, Tanz und bei akrobatischen Sprüngen, wobei sie sich in ihrer Unterschiedlichkeit schließlich zu einer gemeinsamen menschlichen Pyramide trafen, bei der alle einzelnen die anderen stützten, - ein Symbol für die Notwendigkeit der Einzigartigkeit für ein starkes Gerüst der Vielfalt im Ganzen, wie in der Demokratie selbst! Es folgte eine selbst erarbeitete Inszenierung der Theatergruppe, die leere Wahlversprechen und Machtmissbrauch eines egoistischen, unbarmherzigen Diktators und den Aufstand der Bediensteten darstellten. Berührend war das „Happyend“, ihn anschließend mit in den Kreis der Bürgerschaft aufzunehmen. Mutig trugen die Darstellenden selbst geschriebene Texte über die Kraft und Wichtigkeit ihrer eigenen Stimme vor. Zwei Jungen trauten sich gar, vor dem Publikum als Sänger aufzutreten. Gerahmt wurde der Abend von der Installation der Kunstgruppe, die gleichermaßen als Bühnenbild fungierte: Ein bunter Wald aus Protestschildern auf Pappe oder Holz, mit Farben bearbeitet, forderte wild und chaotisch arrangiert Solidarität, Naturschutz, Respekt und Aufbegehren gegen Unrecht. Die Werte der Demokratie, die die verschiedenen Arbeitsgruppen ins Rampenlicht stellten, zeigten deutlich ihr Verständnis vom Miteinander auf, das in der gemeinsamen Zeit gewachsen war.
Die Baden-Württemberg Stiftung, ifa und Spender*innen ermöglichten dieses Projekt, wofür wir sehr danken.

Mit Partnern in Armenien, Aserbaidshan, Georgien, Moldawien, Polen und der Ukraine führen wir dieses Jahr zwei Projekte für Jugendliche durch, in dem wir neue fairtogether Jugendteamer*innen ausbilden und drei Jugendbegegnungen in Georgien und Rumänien durchführen. Insbesondere Jugendliche aus der Ukraine sind zu den Camps eingeladen, um eine Auszeit vom Krieg gemeinsam zu erleben. Begleitet werden die Camps von erfahrenen Trainer*innen und Begleitpersonal.
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Unser Fairtogether – Manual, das bereits auf Englisch und Georgisch existiert, wird auch auf Armenisch, aserbaidschanisch und ukrainisch übersetzt werden, so dass die beteiligten Trainer*innen und Organisationen zukünftig das Programm selbständig durchführen können. Gefördert werden die Projekte über das Erasmus+ Programm und dem Auswärtigen Amt (Östliche Partnerschaft und zivik).

Wir sind als Trainer*innen global vernetzt mit anderen Menschen, die sich für eine zivile Konflikttransformation engagieren. Insbesondere mit Trainer*innen aus Deutschland und hier lebenden Geflüchteten, Süd-Sudan, Sudan, Georgien, Ukraine, Russland und aus anderen Ländern bilden wir gemischte Teams, wenn wir Trainings in gewaltfreier Konfliktlösung, Peace Building, Interkulturelles Lernen und Trauma Healing anbieten.
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Wir haben speziell für Jugendliche das Trainingsprogramm „Fairtogether“ entwickelt und bieten regelmäßig Fortbildungen für Jugendteamer und Trainer*innen an. In verschiedenen Jugendcamps im Sommer begegnen sich junge Menschen um sich über Frieden und Nachhaltigkeit auszutauschen und sich aktiv in ihre Gesellschaft einzubringen. Unsere Methodik ist interaktiv und Prozessorientiert und integriert die Erfahrungen der Teilnehmenden. Vieles kommt aus mit dem Programm „Alternatives to Violent Projekt“ (avp) und dem reichhaltigen Erfahrungsschatz des internationalen Netzwerks. Weitere Infos finden Sie unter: https://avp.international/

Gemeinsam mit unseren Partnern in Georgien Atinati in Zugdidi und Act for transformation – Caucasus Office gestalten wir Globale Friedensräume virtuell online und in Präsenz vor Ort. Auch Partner im Globalen Süden sind mit dabei, wie das Great Leake Centre in Uganda und ONAD (Organisation for Non-Violence and Development) im Süd-Sudan. Dabei treten Jugendliche miteinander online in Austausch und behandeln verschiedene Friedensthemen, lernen aktive Menschen aus den verschiedenen Ländern kennen und gestalten Friedensaktionen in ihren Ländern wie am 21. September, den UN-Tag für Frieden.
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Die Idee des Global Peace Room ist es, einen Ort live oder virtuel zu bieten, in dem sich Menschen aus verschiedenen Ländern, Regionen, sozialen und kulturellen Hintergründen kennenlernen und austauschen, ihre Perspektiven teilen und so gegenseitiges Verständnis und ein friedlicheres Zusammenleben entwickeln. Kinder, Jugendliche, JugendleiterInnen und LehrerInnen können sich über Themen im Zusammenhang mit den Zielen einer nachhaltigen Entwicklung (SDG) der Vereinten Nationen informieren und austauschen, z. B. zu Zusammenleben, gewaltfreier Konfliktlösung, Friedensprojekte, Menschenrechte, Gleichstellung der Geschlechter, Diversität und Umweltschutz.
Kinder, Jugendliche, JugendleiterInnen und LehrerInnen können sich über Themen im Zusammenhang mit den Zielen einer nachhaltigen Entwicklung (SDG) der Vereinten Nationen informieren und austauschen, z. B. zu Zusammenleben, gewaltfreier Konfliktlösung, Friedensprojekte, Menschenrechte, Gleichstellung der Geschlechter, Diversität und Umweltschutz.
Gemeinsam entwickeln wir Projektideen und beantragen diese bei Förderern, wie z.B. das Jahresprojekt 2023 bei der Stiftung Entwicklungszusammenarbeit Baden-Württemberg. Aktivitäten werden aktuell über die Facebook Seite von uns geteilt.

Der Ukrainekrieg hat viele junge Menschen aus Russland, Ukraine und Belarus in den Süd-Kaukasus nach Georgien und Armenien getrieben, auch weil sie den Kriegsdienst in ihrem Land ablehnen. Zur Unterstützung dieser Menschen bieten wir eine Beratung für Kriegsdienstverweigerer an, die über eine Hotline oder telegram möglich ist. Themen zum Bleiberecht in den Länder, zu Asyl in Europa und andere Länder und persönliche Anliegen können im online-chat behandelt werden. Wir vermitteln bei Bedarf rechtsanwaltlichen oder psychologischen Beistand in der Region und in Deutschland.
Als Mitglied von EBCO (European Bureo for Consciencious Objectors) beobachten und monitoren wir die Wahrung der Rechte von Kriegsdienstverweigerer in der Region und arbeiten am Bericht für die Europäische Kommission mit. Wir arbeiten zusammen mit Menschenrechtsgruppen und Rechtsanwälten vor Ort.
In einem Assesment zur Friedensbildung haben wir die Länder Baden-Württemberg und Georgien miteinander verglichen mit hilfreichen Links zu zivilgesellschaftlichen Akteueren und staatlichen Stellen.
Unser Fairtogether Handbuch finden sie hier das Inhaltsverzeichnist auf Englisch und Georgisch. Trainer*innen an unserer Fortbildung erhalten das gesamte Handbuch für ihre zukünftige Arbeit.




